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Grundschule Billinghausen

 

 

Leserbrief

An den Postillon, Lage, Lange Straße

Lage, 7. Februar 2014

Antwort auf den Leserbrief von Uwe Pohl

vom 6. Februar 2014 im Postillon

Sehr geehrter Herr Pohl,

mit großem Interesse habe ich zur Kenntnis genommen, wie viel Mühen Sie auf sich genommen haben, um auf unsere Pressemitteilung aus Anlass der Gründung des neuen SPD Ortsvereins Lage Süd-West zu reagieren.

Beim Lesen habe ich mich gefragt, was Sie wohl so nervös gemacht hat und warum Sie bei Ihrer Wortwahl so aggressiv waren. Befürchten Sie, dass die Billinghauser und viele Müssener bis zur Kommunalwahl im Mai nicht vergessen haben werden, wie Sie und Ihr Kollege Biermann als aktive Unterstützer des Bürgermeisters maßgeblich dazu beigetragen haben, den Schul- und Lernort Billinghausen zu schließen mit all den negativen Folgen für die Kleinen und die Älteren? Oder glauben Sie, dass man bis dahin nicht vergessen wird, wie heftig Herr Biermann und Sie sich gegen ein Kinderbildungshaus in Billinghausen ausgesprochen haben, das engagierte Bürgerinnen und Bürger in vorbildlicher Weise schaffen wollten?

Es stört Sie die Wortwahl „Vertreibung“ und bemühen dazu die deutsche Geschichte der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Dann frage ich Sie mal, wie Sie das nennen: Da hat jemand (die Stadt Lage) im Zuge der Großgemeindebildung  eine schuldenfreie Immobilie (Schule Billinghausen) von der ehemals selbständigen Gemeinde Billinghausen geerbt. Die örtlichen Vereine nutzen diese Einrichtung seit Jahren und stecken sehr viel Arbeit da hinein.

Und dann sagt der Hausherr (Bürgermeister) im Frühsommer, Ende des Jahres ist Schluss mit der Nutzung, sucht euch was Neues. Für mich ist das ein Rauswurf und eine Vertreibung, denn besonders die älteren Nutzer haben diese Schule einmal vor Jahren mit ihren Steuern, ihren Abgaben und viel Engagement ermöglicht. So etwas ist ein Stück Heimat und daraus wurden sie vertrieben. Oder wie nennen Sie das?

Am Schluss Ihres Leserbriefes lassen Sie mir noch die Empfehlung zukommen, mich zurückzuhalten und Ortsteile nicht schlecht zu reden. Was Sie „schlecht reden“ nennen, ist für mich das Aufzeigen von Fehlentwicklungen und das ist für mich allemal besser als „schlecht machen“, indem man kleinen Kinder mal eben früheres Aufstehen, das Fahren in teilweise zu vollen Bussen und den Eltern Autofahrten zu anderen Schulen zumutet.

Eine Bitte an Sie: Ihr Bürgermeister hat ja das Hauptgebäude der Billinghauser Schule an eine Vereinigung vermietet, die ostwestfalenweit tätig ist und das Gebäude für Schulungen und Versammlungen nutzen will. Fragen Sie ihn doch bitte, ob für solche Zwecke genügend Parkplätze vorhanden sind. Es wäre bedauerlich, wenn bei Veranstaltungen die Anwohner der ohnehin recht schmalen Sängerstraße noch zusätzlich belastet würden.

Wolfgang Schäfer

Im Barke 18

32791 Lage